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Nov 11, 2025 08:31:11 PM

Yakup Özkardes-Cheung

So verändert Künstliche Intelligenz den Arbeitsalltag von Juristen

Einleitung

Generative KI durchdringt rasant den Rechtsmarkt. Eine Wolters‑Kluwer‑Studie zeigt, dass bereits 76 % der Juristen in deutschen Rechtsabteilungen und 68 % ihrer Kollegen in Kanzleien generative KI mindestens wöchentlich einsetzen – ein Drittel nutzt sie sogar täglichemagazin.iz.de. Moderne Modelle wie ChatGPT sorgen dafür, dass Routineaufgaben wie die Durchsicht von Verträgen oder juristische Recherchen nicht mehr Stunden, sondern Minuten dauern. Zugleich erwarten 60 % der befragten Anwälte, dass die Effizienzgewinne das klassische Abrechnungsmodell nach Stunden verändern werdenlegal-tech.de.

Studien: Wie KI die Arbeit von Juristen verändert

Automatisierung repetitiver Aufgaben

Laut der ersten globalen Studie zum Einsatz von KI im Rechtsmarkt sind etwa 40 % der Tätigkeiten eines Anwalts repetitiv; 87 % der befragten Juristen sehen die größten Effizienzgewinne in der Automatisierung dieser Routineaufgabenanwaltsblatt.anwaltverein.de. Dabei liefern spezialisierte KI‑Systeme bei Routineaufgaben inzwischen bessere Ergebnisse als Menschen: eine US‑Studie ließ vier Legal‑AI‑Tools typische juristische Aufgaben lösen – diese erzielten eine durchschnittliche Genauigkeit von 80 %, während Juristen bei denselben Aufgaben 71 % erreichtenrsw.beck.de.

Rechtsanwälte nutzen KI täglich

Die Wolters‑Kluwer‑Studie von 2024/25 verzeichnet eine hohe Nutzung: 76 % der Rechtsabteilungen und 68 % der Kanzlei‑Juristen in Deutschland nutzen generative KI mindestens einmal pro Wocheemagazin.iz.de. Mehr als ein Drittel setzt sie täglich ein. Gleichzeitig planen 58 % der Kanzleien und 73 % der Rechtsabteilungen, ihre KI‑Budgets zu erhöhenlegal-tech.de. Auch eine Noerr‑Umfrage unter 100 deutschen Unternehmen bestätigt diesen Trend: Zwar nutzen erst ein Viertel der Rechtsabteilungen KI‑Tools, aber mehr als die Hälfte plant die Einführung bis 2025. 64 % erwarten, dass KI vor allem repetitive Arbeit reduziertnoerr.com.

Auswirkungen auf Geschäftsmodelle

Mit der Produktivität steigt der Druck auf traditionelle Vergütungsmodelle. Die erwähnte Wolters‑Kluwer‑Studie berichtet, dass 60 % der Befragten durch KI eine Abkehr vom Stundenhonorar erwartenlegal-tech.de. Das deckt sich mit Analysen der Anwaltsblatt‑Redaktion: Dort wird hervorgehoben, dass große Sprachmodelle zwar günstigere Leistungen ermöglichen, aber unter Halluzinationen leiden – generalistische Modelle halluzinieren bei 58–82 % der Anfragen, während RAG‑Systeme die Quote auf rund 17 % reduzierenanwaltsblatt.anwaltverein.de. Juristen müssen daher neue Vergütungsmodelle entwickeln und bleiben für die Qualitätskontrolle verantwortlich.

Praxisbeispiele: Wie deutsche Unternehmen KI‑Tools einsetzen

Konzernjuristen von Coca‑Cola, Haribo, Flix und Hugo Boss

Auf dem Legal‑Tech‑Day 2025 erzählten Unternehmensjuristen von Coca‑Cola, Haribo, Flix und Hugo Boss, wie KI ihren Alltag verändert. Sie nutzen generative Modelle, um Verträge zu prüfen, Entwürfe zu erstellen und rechtliche Risiken zu analysieren. Dabei erwarten sie von Kanzleien dieselben Tools – sonst drohen sie, die Aufgaben selbst zu übernehmenlto.de. Die Juristen betonten, dass Budget nicht die größte Hürde ist; vielmehr entscheidet die Qualität der verfügbaren Tools. Gerd Vokuhl von Hugo Boss brachte es auf den Punkt: „Entweder Sie machen es günstiger, oder wir machen es selbst“lto.de.

Rexel Germany und Legartis

Die deutsche Niederlassung des Elektronik‑Großhändlers Rexel setzt das KI‑Tool Legartis zur Vertragsprüfung ein. Laut General Counsel Nicole Steuer identifizierte Rexel den Review von NDAs und Rahmenverträgen als besonders repetitiv. Legartis ist vortrainiert und überprüft Dokumente automatisch auf Standard‑ und Risikoklauseln; es zeigt Abweichungen vom internen „Playbook“ und verbessert so das Risikomanagementlegartis.ai. Die Daten werden in Europa gehostet, was Datenschutz gewährleistetlegartis.ai. Das Tool wird in Word integriert, sodass Juristen die Ergebnisse direkt in ihren gewohnten Arbeitsabläufen nutzen. Durch die Automatisierung sparen die Anwälte Zeit und können sich auf strategische Aufgaben konzentrierenlegartis.ai.

GvW Graf von Westphalen und Microsoft Copilot

Die Wirtschaftskanzlei GvW Graf von Westphalen nutzt Microsoft Copilot als Einstiegslösung. Ava A. Moussavi, Leiterin Legal Operations, erklärt, dass das Tool auf ChatGPT basiert und für einfache Assistenzaufgaben wie E‑Mails schreiben oder Dateiformate konvertieren eingesetzt wirdemagazin.iz.de. Ziel ist, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umgang mit generativer KI zu schulen. Die Kanzlei stellt den datenschutzkonformen Rahmen bereit, sodass Copilot in einer eigenen Microsoft‑Instanz läuftemagazin.iz.de. Für komplexere Aufgaben setzt GvW zusätzliche, spezialisierte KI‑Tools ein, die Namen aus Wettbewerbsgründen nicht öffentlich genannt werdenemagazin.iz.de.

Über­blick über KI‑Tools im deutschen Rechtsmarkt

Juristische Recherche und Wissensmanagement

Der deutsche Markt bietet zahlreiche KI‑gestützte Recherchewerkzeuge. Das Legal‑Tech‑Magazin stellt fünf Neuheiten vor:

  • Wolters Kluwer GPT‑Zusammenfassungen: Die Datenbank Wolters Kluwer Online bietet seit 2024 automatisch generierte Zusammenfassungen von Urteilen und Beschlüssen. Die KI fasst den Sachverhalt und den Verfahrensablauf zusammen, sodass Juristen den Inhalt schnell erfassen könnenlegal-tech.de.
  • Beck Chat: Beck‑Online hat im Frühjahr 2024 den Betatest für ein Chat‑Interface gestartet. Nutzer können juristische Fragen in natürlicher Sprache stellen; der Chatbot gibt Antworten mit Fundstellen, sodass direkt zur Quelle gesprungen werden kannlegal-tech.de.
  • Gesetze.io Custom GPT: Das Berliner Start‑up Gesetze.io entwickelte 2024 ein Custom GPT, das auf der eigenen Gesetzesdatenbank basiert und Fragen zu Gesetzen und Urteilen beantwortetlegal-tech.de. Für die Nutzung ist ein ChatGPT‑Plus‑Abo erforderlich.
  • iur.crowd/Anita: Dieses Tool liefert Legal Analytics, indem es Gerichtsentscheidungen anonymisiert, teilt und statistisch auswertet. Juristen können prüfen, wie bestimmte Gerichte in der Vergangenheit entschieden haben oder welche Argumente häufig vorkommenlegal-tech.de. In der neuesten Version nennt sich das Tool „Anita“.

Vertragsanalyse und Dokumentenmanagement

  • Legartis: Wie das Beispiel Rexel zeigt, analysiert Legartis Verträge automatisch, identifiziert riskante Klauseln und bringt sie in Einklang mit internen Standardslegartis.ai.
  • STP.One Legal Twin: Der Softwareanbieter STP.One entwickelte zusammen mit Storm Reply einen generativen KI‑Assistenten, der Tausende von Akten in wenigen Minuten sichtet. Er extrahiert Fakten, identifiziert Rechtsgebiete, Parteien und Fristen und arbeitet auf Basis des in Frankfurt gehosteten LLM Claude 2.1ki-agentur.io.
  • JUNE: Die Case‑Management‑Plattform JUNE nutzt ChatGPT und weitere KI‑Modelle, um Dokumente zu analysieren und strukturiert abzulegen. Der JUNE Assistant liefert einen schnellen Aktenüberblick, beantwortet Fragen zu Dokumenten und unterstützt beim Verfassen von Textenjune.de.
  • Otris legal SUITE: Diese modulare Software bietet KI‑Funktionen für Vertrags‑, Beteiligungs‑ und IP‑Management. Der „otris copilot“ hilft, Stammdaten zu erfassen, Dokumente zu analysieren und Risiken zu bewertenki-agentur.io.

Chatbots, Automatisierung & Mandantenkommunikation

  • Justin Legal und JUPUS: Chatbots für Mandatsannahme und Onboarding, die Mandatsdaten abfragen, Unterlagen hochladen lassen und in Echtzeit Gesprächsprotokolle oder Zusammenfassungen erstellenlegal-tech.de.
  • MAIK/Methodigy: Diese Lösung konvertiert Dokumente in Wissenseinheiten und ermöglicht die Recherche im eigenen Kanzleiarchivlegal-tech.de.
  • Prime Legal AI: Kombiniert semantische Suche mit leistungsstarken Sprachmodellen. Das System legt großen Wert auf Anonymisierung und DSGVO‑Konformität, damit Anwender sicher mit ihren eigenen Daten arbeiten könnenki-agentur.io.

Chancen und Herausforderungen

Die zunehmende Nutzung von generativer KI birgt enorme Chancen: Produktivitätsgewinn, schnellere Recherchen, reduzierte Fehlerrisiken und datengestützte Strategieentscheidungen. Die LTO‑Diskussion machte deutlich, dass Kanzleien, die diese Technologien nicht einsetzen, Gefahr laufen, Mandanten zu verlierenlto.de. Gleichzeitig bleibt der Mensch unverzichtbar. Große Sprachmodelle neigen zu Halluzinationen, wie das Anwaltsblatt warnt: Bei allgemeinen Modellen liegt die Fehlerquote zwischen 58 % und 82 %, und selbst spezialisierte RAG‑Systeme halluzinieren noch in etwa 17 % der Fälleanwaltsblatt.anwaltverein.de. Zudem bestehen Datenschutz‑ und Berufsrechtsfragen: Laut Nathalia Schomerus von CMS dürfen deutsche Anwälte Daten nicht ohne Weiteres an ausländische Dienstleister übermitteln; auch das US‑Cloud‑Act wird als Risiko bewertetemagazin.iz.de. Unternehmen sollten daher auf lokale Anbieter setzen und strenge Kontrollmechanismen einführen.

Fazit: Warum Weiterbildung unverzichtbar ist

Der Rechtsmarkt steht am Beginn einer KI‑Revolution. Juristen, die ihre Produktivität steigern und ihre Mandanten besser beraten wollen, sollten sich mit den Möglichkeiten, Grenzen und rechtlichen Rahmenbedingungen von KI auseinandersetzen. Kompetenzen im Umgang mit Prompting, Datenanalyse und KI‑Ethik werden künftig zum Pflichtwissen.

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Um diese Zukunft aktiv mitzugestalten, lohnt sich eine fundierte Weiterbildung. Die Industrie‑ und Handelskammer (IHK) bietet mit dem Zertifikatslehrgang „KI‑Manager“ einen kompakten Einstieg in die Welt der künstlichen Intelligenz. Als KI‑Manager lernen Sie, KI‑Projekte zu planen, zu implementieren und rechtssicher zu steuern. Informieren Sie sich jetzt über die Lehrgänge und weitere Weiterbildungsmöglichkeiten auf meinem Linktree – yakup_ai.

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